Über Tröpolach
Tröpolach im Gailtal
Ein Ort im Wandel der Zeit
Von Leopold Salcher
Tröpolach zählt zu den aufstrebendsten Tourismusorten Kärntens. Hier, am Fuß der Sonnenalpe Nassfeld, beginnt und endet die Skiarena Kärnten, größtes und attraktivstes Skigebiet der Südalpen. Die interessante Geschichte dieser 500-Einwohner-Ortschaft reicht weit zurück. Ein bescheidener Auszug soll dies dokumentieren.
Wirtschaft seinerzeit
Tröpolach war einst ein typisches Knappendorf. Wie andere Gailtaler Ortschaften auch. Vor allem am Pleik, der südlich des Ortes hin aufsteigt, wurde Erz abgebaut, im Bereich Tomritsch Richtung Tröpolacher Alm sogar Kohle. Bis um 1950 standen noch einige Haustypen aus dieser Zeit (vlg. Leschacher, vlg. Wantitsch). Bergbau und daneben die Landwirtschaft waren der Grund, sich am Schuttkegel der Oselitzen, des Winkler- und Prellitzbaches anzusiedeln. Offenbar gab es auch brauchbare Felder. Denn der Ortsname Tröpolach leitet sich vom slawischen „Dobro-Polje“ ab. Und das heißt „Gutes Feld“. Daneben gab es – wie Schriften aus dem 16. Jhdt. beweisen – eine Mautstation in Tröpolach. Die Voraussetzungen dazu lagen auf der Hand - schließlich lag das Dorf am Schnittpunkt der seinerzeitigen Gailtaler Landstraße und des Passüberganges Richtung Italien (Pontafel-Pontebba) wie des Überganges Tröpolacher Alm, Lanzen nach Paularo. Bis 1860 führte nämlich die Gailtaler Landstraße durch Tröpolach, die bis dahin unüberwindbaren Schloißnig-Wände bei der Gail verhinderten jeden Verkehr mit Fuhrwerken. Nur ein schmaler Saumpfad schlängelte sich oberhalb der Wände zwischen Danz und Kameritsch. In Tröpolach galt es daher Maut zu zahlen. Die Tarife von 1526 sind schriftlich überliefert. Man machte damals einen Unterschied zwischen heimischen und auswärtigen Fuhrwerkern, für heimische war´s spürbar billiger.
Schriften
Im Juli 1288 schenkte Landpfleger Otto von Grünburg zu seinem und seiner Familie Seelenheil den „getreuen Insassen“ von Dobropolach die Alpe Klein-Rudnig – die heutige Tröpolacher Alm. In diesem Schenkungsvertrag gebot er allen (auch späteren) Nutznießern, für die „Verbesserung“ (sprich Instandhaltung) und „Beleuchtung“ (gemeint das Ewige Licht) der örtlichen Pfarrkirche St. Georg aufzukommen. Diese Urkunde hat nach wie vor volle Rechtskraft. So ist es für die Nachbarschaft Tröpolach als Rechtsnachfolger der seinerzeit Beschenkten eine Selbstverständlichkeit, die Kosten der fallweisen Außensanierung (etwa Dacherneuerung) und die jährlichen Kosten für das Ewige Licht zu übernehmen. Mittlerweile über volle 720 Jahre. Es ist die erste Urkunde, welche die Existenz Tröpolachs (damals Dobropolach) schriftlich bestätigt. Ausgestellt wurde die Urkunde in Hermagor. Interessanterweise ist es ebenso jenes Dokument, welches Hermagor erstmals als Markt („fori“) bezeichnet.
Im Juli 1478 plünderten türkische Reiterhorden die Orte unseres Tales. Auch in Tröpolach brachen sie die Pfarrkirche auf und entweihten das Gotteshaus. Die Bevölkerung flüchtete auf den sicheren Pleik und musste von dort den zündelnden und plündernden Türken tatenlos zusehen. Bald darauf und gerade deshalb, genau vom 21. bis zum 23. Oktober 1485, hatte Tröpolach allerhöchsten Besuch. Bischof Pietro Carlo aus Caorle weihte am 22. Oktober die Pfarrkirche Tröpolach und am darauffolgenden Tag die vergrößerte Kirche St. Leonhard in Schlanitzen. Die Tröpolacher lösten mit der Vergrößerung und Erneuerung dieser Kirche ein Gelübde ein. Sie sollen das dem Hl. Leonhard als Patron der Bergleute und auch Gefangenen versprochen haben - sofern niemand durch die Türken zu Schaden kommen sollte – ihm eine schöneres Gotteshaus zu bauen. Der Tröpolacher Schmied soll zwar gefangen genommen und verschleppt worden sein, es war ihm war aber eine glückliche Heimkehr beschieden. Als Dank dafür schmiedete er eine mächtige Eisenkette, die er gleich zweimal um die Kirche spannte. Erst um 1900 fiel sie endgültig dem Rost zum Opfer, die Kerben an den Mauerkanten sind aber heute noch zu sehen. Übrigens: Seit diesem denkwürdigen Bischofsbesuch und der Kirchenweihe 1485 feiern die Tröpolacher am jeweils dritten Oktobersonntag ihren Kirchtag.
Katastrophen
Immer wieder wurde der Ort von Hochwässern der Gail, aber vor allem des Oselitzen-, Winkler- und Prellitzbaches heimgesucht. Gewaltige Schottermassen wälzten sich bei Hochwässern im 18. und 19. Jhdt. durch die Ortschaft und verschütteten die Häuser oft bis zur Dachtraufe. Den Bewohnern blieb nichts anderes übrig, als ein Geschoß auf das verschüttete aufzubauen. Ende des 19. Jhdt. begann man mit damals einfachen Hochwasserschutzbauten. Die damals begonnene Arbeit ist noch nicht beendet, stetig wird gebaut und ein Ende ist nicht absehbar.
Am 6. August 1898 suchte ein fürchterlicher Großbrand einen Großteil der Häuser Tröpolachs in Schutt und Asche. Die 11 Jahre zuvor gegründete Feuerwehr Tröpolach hatte an diesem heißen Augusttag keine Chance. Funken und Aschenteile verfrachtete der Wind bis ins Gitschtal. Der damals schon aktive MGV Weißbriach erbarmte sich der „Abbrandler“ und übergab die Spenden eines Benefizkonzertes den Tröpolacher Brandopfern.
Pionierarbeit
1774 erließ Kaiserin Maria Theresia die „Allgemeine Schulordnung“ und forderte darin die Errichtung von Volksschulen. Eines der ersten Schulhäuser im Gailtal wird in Tröpolach erwähnt. In Erinnerung ist noch das 1898 neu errichtete Schulhaus, das ehemals alte stand am Platz des heutigen Kriegerdenkmals. Seit 1993 steht ein modernes Schulgebäude mit Turnsaal und Probenraum für die örtliche TKP „Wulfenia“ den Kindern und Musikern zur Verfügung.
Der Großbrand von 1898 führte dazu, dass es zwischen 1923-1925 zum Bau einer der ersten Ortswasserleitungen mit Hydranten kam. Kurz darauf entschlossen sich weitsichtig agierende Bürger zum Bau eines Elektrizitätswerkes im Oselitzenbach. Es war eines der ersten E-Werke im Gailtal. Von Tröpolach aus wurden u.a. Rattendorf, Schotterwerk Podlanig, Grünburg oder St. Lorenzen mit Strom beliefert. Als die Kelag Mitte 1950 im Gailtal sukzessive die Stromversorgung übernahm, wurde dieses Kraftwerk (laut Übernahmevertrag) geschliffen, also demontiert. Nur mehr verwachsene Fundamente zeugen davon. Eine schwere energiepolitische Sünde, über die mittlerweile der gütige Mantel des Vergessens gehüllt ist. Seit 2003 wird der Großteil Tröpolachs, vor allem die Großhotels, von der Fa. Nahwärme Tröpolach mit Wärme aus Biomasse versorgt. Auch mit diesem Schritt hin zur Wärmeversorgung durch erneuerbare Energie leistete Tröpolach Pionierarbeit.
Wirtschaftsaufschwung
Der Beginn fällt in die Zeit der damals noch selbständigen politischen Gemeinde Tröpolach, die von etwa 1861 bis Ende 1963 existierte, dann aber neuen politischen Strukturen weichen musste.
Legendär ist die Metallwarenindustrie Tschojer. Wilhelm Tschojer führte bis 1983 dieses Unternehmen, das in Spitzenzeiten über 100 Mitarbeiter beschäftigt hatte. Viele Tröpolacher und Gailtaler fanden hier über Jahre eine wirtschaftliche Existenz. Das Dorf profitierte aus dieser Wertschöpfung, zahlreiche neue Wohnhäuser wurden errichtet, das Dorf wurde größer. Die Vereine, wie Sportverein, Musik und Burschenschaft, hatten in ihm einen großen Förderer. Im Jänner 1983 ging dieses Unternehmen in Konkurs, an einer Weiterführung hatte die damalige Politik kein Interesse. Osttirol erkannte hingegen die Chance, griff zu und Tschojer verlagerte sich nach Matrei. Der Betrieb floriert bis in die Gegenwart.
Mit dem Ausbau der damaligen Karnischen Skiregion wurde Tröpolach immer mehr in das touristische Zentrum gerückt. Die Talanbindung als eines der wichtigsten Ausbauziele des Nassfeldpioniers KR Arnold Pucher wurde 1999 mit der Errichtung und Inbetriebnahme der modernen wie leistungsfähigen Talbahn „Millenniums-Express“ Wirklichkeit. Schlag auf Schlag folgten Hotelbauten, wie das CUBE oder das „Carinzia“ Falkensteiner. Bestehende Betriebe (Jugendsporthotel Leitner) bauten aus, wie überhaupt diese Talbahn eine Initialzündung für die Errichtung von Betten in Tröpolach und seiner Umgebung bildete. Die enorme Verkehrsbelastung wird immer mehr zum Problem, eine Entlastungsstraße östlich der Ortschaft ist geplant, die Umsetzung scheiterte bisher an den finanziellen Voraussetzungen.
Neue Hotelbauten sind im Planungsstadium. Örtliche Betriebe bauen aus und um. Die Gastronomie setzt laufend auf mehr Qualität. Der Wintertourismus bietet Tröpolach zukunftsträchtige Chancen. Es geht darum, sie zu erkennen und entsprechend zu nützen.
Tröpolach hat sich vom einstigen kargen Knappendorf zum potenten Tourismusort entwickelt. Allerdings – weit über eintausend Jahre liegen dazwischen.
Von Leopold Salcher
Tröpolach zählt zu den aufstrebendsten Tourismusorten Kärntens. Hier, am Fuß der Sonnenalpe Nassfeld, beginnt und endet die Skiarena Kärnten, größtes und attraktivstes Skigebiet der Südalpen. Die interessante Geschichte dieser 500-Einwohner-Ortschaft reicht weit zurück. Ein bescheidener Auszug soll dies dokumentieren.
Wirtschaft seinerzeit
Tröpolach war einst ein typisches Knappendorf. Wie andere Gailtaler Ortschaften auch. Vor allem am Pleik, der südlich des Ortes hin aufsteigt, wurde Erz abgebaut, im Bereich Tomritsch Richtung Tröpolacher Alm sogar Kohle. Bis um 1950 standen noch einige Haustypen aus dieser Zeit (vlg. Leschacher, vlg. Wantitsch). Bergbau und daneben die Landwirtschaft waren der Grund, sich am Schuttkegel der Oselitzen, des Winkler- und Prellitzbaches anzusiedeln. Offenbar gab es auch brauchbare Felder. Denn der Ortsname Tröpolach leitet sich vom slawischen „Dobro-Polje“ ab. Und das heißt „Gutes Feld“. Daneben gab es – wie Schriften aus dem 16. Jhdt. beweisen – eine Mautstation in Tröpolach. Die Voraussetzungen dazu lagen auf der Hand - schließlich lag das Dorf am Schnittpunkt der seinerzeitigen Gailtaler Landstraße und des Passüberganges Richtung Italien (Pontafel-Pontebba) wie des Überganges Tröpolacher Alm, Lanzen nach Paularo. Bis 1860 führte nämlich die Gailtaler Landstraße durch Tröpolach, die bis dahin unüberwindbaren Schloißnig-Wände bei der Gail verhinderten jeden Verkehr mit Fuhrwerken. Nur ein schmaler Saumpfad schlängelte sich oberhalb der Wände zwischen Danz und Kameritsch. In Tröpolach galt es daher Maut zu zahlen. Die Tarife von 1526 sind schriftlich überliefert. Man machte damals einen Unterschied zwischen heimischen und auswärtigen Fuhrwerkern, für heimische war´s spürbar billiger.
Schriften
Im Juli 1288 schenkte Landpfleger Otto von Grünburg zu seinem und seiner Familie Seelenheil den „getreuen Insassen“ von Dobropolach die Alpe Klein-Rudnig – die heutige Tröpolacher Alm. In diesem Schenkungsvertrag gebot er allen (auch späteren) Nutznießern, für die „Verbesserung“ (sprich Instandhaltung) und „Beleuchtung“ (gemeint das Ewige Licht) der örtlichen Pfarrkirche St. Georg aufzukommen. Diese Urkunde hat nach wie vor volle Rechtskraft. So ist es für die Nachbarschaft Tröpolach als Rechtsnachfolger der seinerzeit Beschenkten eine Selbstverständlichkeit, die Kosten der fallweisen Außensanierung (etwa Dacherneuerung) und die jährlichen Kosten für das Ewige Licht zu übernehmen. Mittlerweile über volle 720 Jahre. Es ist die erste Urkunde, welche die Existenz Tröpolachs (damals Dobropolach) schriftlich bestätigt. Ausgestellt wurde die Urkunde in Hermagor. Interessanterweise ist es ebenso jenes Dokument, welches Hermagor erstmals als Markt („fori“) bezeichnet.
Im Juli 1478 plünderten türkische Reiterhorden die Orte unseres Tales. Auch in Tröpolach brachen sie die Pfarrkirche auf und entweihten das Gotteshaus. Die Bevölkerung flüchtete auf den sicheren Pleik und musste von dort den zündelnden und plündernden Türken tatenlos zusehen. Bald darauf und gerade deshalb, genau vom 21. bis zum 23. Oktober 1485, hatte Tröpolach allerhöchsten Besuch. Bischof Pietro Carlo aus Caorle weihte am 22. Oktober die Pfarrkirche Tröpolach und am darauffolgenden Tag die vergrößerte Kirche St. Leonhard in Schlanitzen. Die Tröpolacher lösten mit der Vergrößerung und Erneuerung dieser Kirche ein Gelübde ein. Sie sollen das dem Hl. Leonhard als Patron der Bergleute und auch Gefangenen versprochen haben - sofern niemand durch die Türken zu Schaden kommen sollte – ihm eine schöneres Gotteshaus zu bauen. Der Tröpolacher Schmied soll zwar gefangen genommen und verschleppt worden sein, es war ihm war aber eine glückliche Heimkehr beschieden. Als Dank dafür schmiedete er eine mächtige Eisenkette, die er gleich zweimal um die Kirche spannte. Erst um 1900 fiel sie endgültig dem Rost zum Opfer, die Kerben an den Mauerkanten sind aber heute noch zu sehen. Übrigens: Seit diesem denkwürdigen Bischofsbesuch und der Kirchenweihe 1485 feiern die Tröpolacher am jeweils dritten Oktobersonntag ihren Kirchtag.
Katastrophen
Immer wieder wurde der Ort von Hochwässern der Gail, aber vor allem des Oselitzen-, Winkler- und Prellitzbaches heimgesucht. Gewaltige Schottermassen wälzten sich bei Hochwässern im 18. und 19. Jhdt. durch die Ortschaft und verschütteten die Häuser oft bis zur Dachtraufe. Den Bewohnern blieb nichts anderes übrig, als ein Geschoß auf das verschüttete aufzubauen. Ende des 19. Jhdt. begann man mit damals einfachen Hochwasserschutzbauten. Die damals begonnene Arbeit ist noch nicht beendet, stetig wird gebaut und ein Ende ist nicht absehbar.
Am 6. August 1898 suchte ein fürchterlicher Großbrand einen Großteil der Häuser Tröpolachs in Schutt und Asche. Die 11 Jahre zuvor gegründete Feuerwehr Tröpolach hatte an diesem heißen Augusttag keine Chance. Funken und Aschenteile verfrachtete der Wind bis ins Gitschtal. Der damals schon aktive MGV Weißbriach erbarmte sich der „Abbrandler“ und übergab die Spenden eines Benefizkonzertes den Tröpolacher Brandopfern.
Pionierarbeit
1774 erließ Kaiserin Maria Theresia die „Allgemeine Schulordnung“ und forderte darin die Errichtung von Volksschulen. Eines der ersten Schulhäuser im Gailtal wird in Tröpolach erwähnt. In Erinnerung ist noch das 1898 neu errichtete Schulhaus, das ehemals alte stand am Platz des heutigen Kriegerdenkmals. Seit 1993 steht ein modernes Schulgebäude mit Turnsaal und Probenraum für die örtliche TKP „Wulfenia“ den Kindern und Musikern zur Verfügung.
Der Großbrand von 1898 führte dazu, dass es zwischen 1923-1925 zum Bau einer der ersten Ortswasserleitungen mit Hydranten kam. Kurz darauf entschlossen sich weitsichtig agierende Bürger zum Bau eines Elektrizitätswerkes im Oselitzenbach. Es war eines der ersten E-Werke im Gailtal. Von Tröpolach aus wurden u.a. Rattendorf, Schotterwerk Podlanig, Grünburg oder St. Lorenzen mit Strom beliefert. Als die Kelag Mitte 1950 im Gailtal sukzessive die Stromversorgung übernahm, wurde dieses Kraftwerk (laut Übernahmevertrag) geschliffen, also demontiert. Nur mehr verwachsene Fundamente zeugen davon. Eine schwere energiepolitische Sünde, über die mittlerweile der gütige Mantel des Vergessens gehüllt ist. Seit 2003 wird der Großteil Tröpolachs, vor allem die Großhotels, von der Fa. Nahwärme Tröpolach mit Wärme aus Biomasse versorgt. Auch mit diesem Schritt hin zur Wärmeversorgung durch erneuerbare Energie leistete Tröpolach Pionierarbeit.
Wirtschaftsaufschwung
Der Beginn fällt in die Zeit der damals noch selbständigen politischen Gemeinde Tröpolach, die von etwa 1861 bis Ende 1963 existierte, dann aber neuen politischen Strukturen weichen musste.
Legendär ist die Metallwarenindustrie Tschojer. Wilhelm Tschojer führte bis 1983 dieses Unternehmen, das in Spitzenzeiten über 100 Mitarbeiter beschäftigt hatte. Viele Tröpolacher und Gailtaler fanden hier über Jahre eine wirtschaftliche Existenz. Das Dorf profitierte aus dieser Wertschöpfung, zahlreiche neue Wohnhäuser wurden errichtet, das Dorf wurde größer. Die Vereine, wie Sportverein, Musik und Burschenschaft, hatten in ihm einen großen Förderer. Im Jänner 1983 ging dieses Unternehmen in Konkurs, an einer Weiterführung hatte die damalige Politik kein Interesse. Osttirol erkannte hingegen die Chance, griff zu und Tschojer verlagerte sich nach Matrei. Der Betrieb floriert bis in die Gegenwart.
Mit dem Ausbau der damaligen Karnischen Skiregion wurde Tröpolach immer mehr in das touristische Zentrum gerückt. Die Talanbindung als eines der wichtigsten Ausbauziele des Nassfeldpioniers KR Arnold Pucher wurde 1999 mit der Errichtung und Inbetriebnahme der modernen wie leistungsfähigen Talbahn „Millenniums-Express“ Wirklichkeit. Schlag auf Schlag folgten Hotelbauten, wie das CUBE oder das „Carinzia“ Falkensteiner. Bestehende Betriebe (Jugendsporthotel Leitner) bauten aus, wie überhaupt diese Talbahn eine Initialzündung für die Errichtung von Betten in Tröpolach und seiner Umgebung bildete. Die enorme Verkehrsbelastung wird immer mehr zum Problem, eine Entlastungsstraße östlich der Ortschaft ist geplant, die Umsetzung scheiterte bisher an den finanziellen Voraussetzungen.
Neue Hotelbauten sind im Planungsstadium. Örtliche Betriebe bauen aus und um. Die Gastronomie setzt laufend auf mehr Qualität. Der Wintertourismus bietet Tröpolach zukunftsträchtige Chancen. Es geht darum, sie zu erkennen und entsprechend zu nützen.
Tröpolach hat sich vom einstigen kargen Knappendorf zum potenten Tourismusort entwickelt. Allerdings – weit über eintausend Jahre liegen dazwischen.































